Kontaktanzeigen Osteuropa
   
 

In Kontaktanzeigen sind die Eigenschaften der Suchenden, bedingt durch die nicht ganz objektive Sicht auf sich selbst, oft besonders positiv dargestellt. Ebendfalls gibt es in der Anzeige oft Aussagen darüber welche Art von Partner gesucht wird.

Emnid-Umfrage:
Im Jahr 2003 lasen rund 50% der Bevölkerung regelmäßig Kontaktanzeigen und 74% der Inserenten oder derjenigen die darauf Antworten treffen sich mit der oder dem Unbekannten. Eine dauerhafte Beziehung entstand aus rund 42% dieser Treffen.

Eine typische Kontaktanzeige: "Tageslichttauglich, NR, mit Kind, 28 Jahre alt, aus Bremen, sucht Mann zwischen 30-40 Jahre alt zum Pferdestehlen und mehr."

Kostenfalle und Missbrauch
Von Geschäftemachern werden Kontaktanzeigen gern und auf mannigfaltige Art missbraucht. Im Internet sind bei entsprechenden Kontaktanzeigenbörsen häufig überzogene Gebühren zu zahlen welche dem Nutzen kaum entsprechen. Um über teure Mehrwertdienst-Nummern noch mehr Geld einzunehmen sammeln Sie in Anzeigen von Zeitungen Adressen und/oder Telefonnummern und lassen den Suchenden Werbemüll mit zweifelhaften Angeboten zukommen.

Psychosoziale Betrachtung
Geschlechterspezifische Unterschiede bei Kontaktanzeigen legen nahe, dass bei Männer ein höherer Leidensdruck und eine niedrigere Hemmschwelle vorherrschen um auf diesem Weg eine neue Partnerin zu finde. In den Kontakt-Rubriken der Zeitungen finden sich nahezu doppelt so viele Kontaktanzeigen von suchenden Männer als von Frauen. Im Internet wird Frauen oftmals kostenloser Zugang gewährt um diesem Umstand gerecht zu werden und das Verhältniss auszugleichen.